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Soroptimist Club Gelsenkirchen Buer feiert 35-jähriges Bestehen!

Gemeinsam mit Familienangehörigen und Freunden feierten wir am Sonntag, 7. Juli 2019 das 35-jährige Bestehen unseres Clubs. Der Tag begann mit einer Führung im Schiffshebewerk Henirchenburg und setzt sich fort mit einer 1-stündigen Kanalfahrt durch die Industriekulisse des Ruhrgebiets. Der Tag wurde mit einem gemeinsamen Essen im nahegelegenen griechischen Restaurant beschlossen.

Die Festrede von Gründungsmitglied Christiane Wend war der Höhepunkt des Tages und soll hier ihren Platz finden:

Liebe Sorores, liebe Gäste,

vor 35 Jahren wurden wir als 48. Club der Deutschen Union gegründet, inzwischen gibt es 215 Clubs in Deutschland. Dies habe ich zum Anlass genommen, ein paar Ereignisse in einer kleinen Clubchronik zusammenzustellen.

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Bei unserer Charter haben wir als Motiv für die Einladung das Bild einer Linde, der Buerschen Linde, gewählt. Ich weiß nicht, ob damals daran gedacht wurde, dass aus den Lindenblüten ein Nerven beruhigender Tee hergestellt werden kann – im Hinblick darauf, dass so ein Tee bei den Treffen mit 30 - 35 Clubschwestern manchmal vonnöten sein könnte - die Präsidentinnen werden das gern bestätigen. Nein, ich denke, es war mehr die Verbindung zu Buer und der Blätterbaum war ein gelungenes Motiv, die Namen der 21 Gründungsmitglieder einzutragen.

Im Laufe der 35 Jahre hat der Baum viele Blätter hinzu bekommen, aber auch etliche wieder verloren: 38 Schwestern wurden aufgenommen, 8 haben den Club gewechselt, 13 sind ausgetreten, 7 sind verstorben. Ich möchte an dieser Stelle an sie denken.

Das Lindenbaum-Motiv ist irgendwann verloren gegangen. Ich will die Sinnhaftigkeit nicht zu sehr strapazieren; denn eine Linde kann über 1000 Jahre alt werden.
Als wir uns vor 35 Jahren gründeten war DM-Zeit und es gab noch die DDR. Und so war eines unserer ersten Projekte die Sendung von Hilfspaketen an 2 notleidende DDR-Familien ohne Westkontakte. In 13 Jahren (die Hilfen waren auch noch nach der Wende notwendig) haben wir Lebensmittel und Kleidung für bescheidene 6 000 DM verschickt. Das Geld wurde als Spende an jedem Clubabend eingesammelt. Weitere Projekte hatten eine andere Größenordnung:
Für das Friedensdorf Oberhausen haben wir durch inzwischen 24 Golfturniere und mehr als 10 Konzerte, z.T. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Union und benachbarten Lions- und Rotarier-Clubs insgesamt etwas mehr als 250.000 Euro spenden können, für die Osteuropa-Hilfe über Elisabeth Alemany ca. 80.000 Euro.

Kleinere Projekte konnten wir mit ca. 60.000 € unterstützen.
Zu diesen Projekten, insbesondere auf örtlicher Ebene gehören z.B. der Kinderschutzbund, das Mädchenzentrum, der Hospizverein, die Lebenshilfe; wir haben Stipendien an Studierende vergeben und auch die Initiative JEKI unterstützt. Dabei haben wir uns zahlreiche Einzelaktionen einfallen lassen z.B. Dichterlesungen im Glashaus Herten, Trödelverkauf von Büchern, Bildern, Kleidung, Herstellung und Verkauf von Marmeladen, Ostereiern, Schmuck und zuletzt Sing for benefit.

Eine, wenn auch unvollständige, Beschreibung der Projekte wird in dieser Schrift aufgezeigt. Ich möchte bei dieser Gelegenheit darauf hinweisen, dass ohne die vielen Sponsoren und Spenden die vielen Hilfsmaßnahmen nicht möglich gewesen wären.

Unser Clubleben bestand und besteht natürlich nicht nur aus der Verwirklichung von Projekten und der Sammlung von Geldern. Es gab gemeinsame Reisen (Ungarn, Stockholm, Gent, Wittenberg….), Ausflüge, Museumsbesuche, Feiern, inoffizielle Treffen, Begegnungen, wie es zu einer guten Gemeinschaft gehört. Die Vielfalt der beruflichen und familiären Lebenssituationen macht das Zusammenleben interessant. Wir bekennen uns zu einer Welt, in der Frauen und Mädchen gemeinsam ihre individuellen und kollektiven Möglichkeiten ausschöpfen, ihre Wünsche realisieren und gleichberechtigt mitwirken bei der Schaffung starker, friedlicher Gesellschaften weltweit und unterstützen entsprechende Ansätze Uns vereint nicht nur die gemeinsame Idee und die hohen Ziele von Soroptimismus,. es gehört auch dazu, den Tag zu genießen und zu feiern und auch manchmal den Soroptimismus entspannt zu erleben. Das möchte ich hier mit einem Gedicht einer unserer verstorbenen Clubschwestern belegen. Sie schreibt:

Die Soroptimisten sind weltweit bekannt,
dort gibt es nur Frauen mit Grips und Verstand.

Sie strömen zusammen, jede Frau ein Genie,
vom Kochtopf, von der Werkbank, von der Akademie.

Juristinnen, Publizistinnen, aus Wirtschaft und Staat,
Kinderpflegerinnen, Kartenlegerinnen, aber nur von Format!

Pädagoginnen, Psychologinnen mit viel Phantasie,
Flötistinnen, Harfenistinnen von der Philharmonie,

Doktorinnen, Professorinnen von jeglichem Fach,
und die Weltpräsidentin hält alle im Schach.

Ein Haufen Emanzen von hohem Niveau,
wenn die diskutieren, dann nur comme il faut!

Hier möchte ich ergänzen:

Sie diskutieren mit viel Disziplin vor Ort,
nie, niemals fällt eine der anderen ins Wort.

Man lässt jede ausreden und hört gespannt zu
und wenn die Präsidentin spricht, ist absolute Ruh'.

Und am Clubabend ist jede da und zur Mitarbeit bereit,
und ist sie verhindert, gibt sie rechtzeitig Bescheid.

Und hat sie's vergessen, das kann mal passieren,
gibt sie 5 Euro in den Spendentopf, man will sich ja nicht blamieren.

Denn haben Sorores irgendwo Geld noch versteckt,
dann wird es entdeckt – und hinein ins Projekt.

Sie feiern auch gern, das sieht man ja heute,
deshalb höre ich auf und wünsche noch Freude.

 Fotostrecke

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